1989-2022

Schleppschuh
Innovative Technik
Eine speziell für das Grünland adaptierte Weiterentwicklung des Schleppschlauches ist der Schleppschuhverteiler. Hierbei wird Flüssigmist ebenfalls in einzelne an einem Verteilergestänge angebrachte Ablaufschläuche dosiert, an deren Ende sich eine schuhähnliche Verstärkung in Form eines Dornes oder einer Kufe befindet.  Während des Ausbringvorganges wird das Endstück unmittelbar auf der Bodenoberfläche durch den Pflanzenbestand geschleppt.

Die Gülleablage
Die Bodenanpassung wird durch entsprechenden Anpressdruck mittels geeigneter Federn o.ä. gewährleistet.  Je nach Aufhängung ergibt sich eine unterschiedlich gute Bodenanpassung. Das Gülleband liegt dicht an der Bodenoberfläche. Je nach Einstellung des Geräts wird der Pflanzenbewuchs mehr oder weniger stark beiseite gedrückt und die Flüssigmistablage erfolgt in den obersten Bodenbereich (0–3 cm), so dass Pflanzenverschmutzungen und Beschädigungen weitgehend verhindert werden.

Emissionsminderung
Um eine optimale Wirkung zu erreichen, sollte der Grasbestand nach dem Schnitt etwas hochgewachsen sein. Die hierdurch geringere Luftströmung, der Bodenkontakt und die Beschattung tragen dazu bei, die Emissionen zu verringern. Bei dieser Ausbringung sind die NH3-Freisetzungen im Vergleich zur Breitverteilung bei Schweinegülle auf Grün- und Ackerland um ca. 60 % geringer (Ausbringungstemperatur 15°C). Für Rindergülle ist mit Emissionsminderungen von 30 % auf Acker und 40 % auf Grünland zu rechnen (Döhler et al. 2002). Damit ist der Schleppschuh für das Grünland besonders geeignet.
Quelle:  http://www.bodenseekonferenz.org/36549/Ammoniakverluste-der-Landwirtschaft/Ausbringung/Schleppschuhe/landw_index.aspx